ein Mann wie Schall und Rauch...
Ozzy Ostermann - jetzt auch noch doppelt! Mit oder ohne Perücke! Aber egal für welchen ihr euch entscheidet - Ihr kriegt immer 150%! Minimum. 


Seit über 20 Jahren kennt man ihn nun schon als festes Ensemblemitglied bei Herbert Knebels Affentheater. Die Perücke mit dem Seitenscheitel ist dort sein Markenzeichen.Jahrgang '62, geboren und aufgewachsen in Leer/Ostfriesland, wohnt er seit 1984 im Ruhrgebiet, oder genauer in Duisburg-Neudorf, „da wo der Bär steppt, also nich weit vom Duisburger Zoo“ (Zitat Knebel).

Wer mehr wissen und hören will über das musikalische Schaffen der Person hinter der Bühnenfigur „Ozzy“ , hat nun dazu die Gelegenheit. Die Perücke bleibt allerdings im Koffer...

Auf dem Programm stehen neben Stücken seiner neuen Gitarren-CD „Black Cow From Hell“ eine ganze Reihe von Lieblingsstücken des Wahl-Duisburgers. Ob rein instrumental oder  mit Gesang, ob solo oder auch verstärkt durch seine Mitmusiker Peter Deinum (Kontrabass, E-Bass), Jan Rolfing (Schlagzeug) und Lothar van Staa (Saxofon) wird ein weiter Bogen geschlagen von Blues, Folk, Picking bis zum Jazz.  

Zum Einsatz kommen akustische und elektrische Gitarren und nicht zuletzt die sogenannten „Flachgitarren“ (Lapsteel).  

  


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       







WAZ vom 28.02.2016

Ozzy Ostermann „entknebelt“

in der Kaue Gelsenkirchen

Ozzy Ostermann bestritt am Freitag ein Konzert in der ausverkauften Kaue. Auch dabei: Der Saxofonist Lothar van Staa.


Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services


Gelsenkirchen.   Herbert Knebels Gitarrist beeindruckte am Freitag sein Publikum mit Blues und Jazz in der Gelsenkirchener Kaue. Ein geschmackssicherer Lordsiegelbewahrer authentischer, zeitloser Musik.

Ohne Perücke“ wolle er spielen, begrüßte Ozzy Ostermann seine Gäste in der ausverkauften Kaue, „ein Programm bunt und quer durch den Garten“. Mit Eigenkompositionen und dem, woran sein Herz hänge. Und das trägt Georg Göbel-Jakobi, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, am rechten Fleck, sein Geschmack kann sich hören lassen.

Wer spielt denn da die zweite Gitarre?“ fragte Blues-Neuling Keith Richards Anfang der 1960er-Jahre den Veteranen Brian Jones beim Hören einer Platte aus den 1930ern. „Niemand“, erwiderte der Blondschopf. „Das macht Robert Johnson ganz alleine.“ Da war er baff, der Keith.

Auf Robert Johnson berufen sich die ganz Großen; Eric Clapton ist nur einer von ihnen. Seine Musik und die seiner Zeitgenossen droht, in Vergessenheit zu geraten. Dieser staubige, knochig-knorrige Country-Blues aus dem tiefen Süden der USA scheint out. Blues heißt bei vielen heute (immer noch): bulliger Chicago-Style à la B.B. King. Auch nicht übel, aber ganz anders.

An den übergroßen Johnson fühlte man sich bei diesem Konzert doch nur oberthematisch erinnert. Eben, weil kaum noch jemand dieses Fingerpicking beherrscht. Und: Der Ozzy spielt die Lap-Steel, eine Hawaiigitarre mit Stahlsaiten, die auf dem Schoß gehalten wird. Er spielte sie – solo oder mit Unterstützung seiner kleinen Band – sowohl akustisch wie auch elektrisch verstärkt. Ozzy beherrscht das Instrument virtuos, dann doch wieder ein bisschen Johnson; er nennt es seine „Lachgitarre“. Doch eigentlich heult es eher.

Einzeln, Duo oder als Quartett
Rescue Rag“, „Black Jack“, „CBT Blues“ oder – als „Hommage“ an Silvio Berlusconi – „Bunga Bunga“ – so hießen einige der Stücke aus eigener Feder, die Ostermann zum Besten gab. Vor fast jedem Song musste er eine neue Gitarre stimmen und beschimpfte zärtlich die teuren Stimmgeräte, bei denen der Vorgang ewig dauert. Diese kurzen Pausen gereichten Lachern.

Einen Teil des Abends gestaltete Ostermann allein, „entknebelt“ vom Frondienst für seinen Arbeitgeber. Obwohl ihm der Job für den Herbert natürlich auch Spaß macht. Diese selbst komponierten Solo-Nummern waren klasse – Country-Blues, wie man ihn nur noch hört, wenn die eigene Plattensammlung ihn hergibt.

Doch auch das Zusammenspiel mit dem Saxofonisten Lothar van Staa als Duo und Peter Deinum (Bass) und Jan Rohlfing (Drums) als Quartett hatte hohe Hörwerte. Mensch, der Ozzy: ein geschmackssicherer Lordsiegelbewahrer authentischer, zeitloser Musik.

Marcus Römer


RP online  8. April 2016

Wermelskirchen

Ozzy Ostermann kann es auch ohne Perücke

  Von Bernd Geisler  Wermelskirchen. Welcher Freund des feinsinnigen Humors kennt ihn nicht? Ozzy Ostermann, den Gitarristen aus Herbert Knebels "Affentheater". Den Typen, der mit schräger Perücke und noch schrägeren Mundwinkeln den Eindruck macht, als könne er nur bis sechs Saiten zählen? Wer am Mittwochabend in der Katt diesen Musikanten erwartet hatte - zwar ohne Knebel und künstlicher Haartracht, aber mit eigener Band und ähnlich schräg - staunte bis zum Haaransatz: Ozzy Ostermann alias Georg Göbel-Jakobi kann auch "ganz normal" sein.   Zwar ist ihm die typische, leicht ausgestellte Ozzy-Gangart offenbar in Fleisch und Blut übergegangen - vielleicht kam er damit auch auf die Welt. Weit darüber hinaus zeigte er sich als vielseitiger Gitarrist, der in ziemlich allen Stilen mit seinen Gitarren zu Hause ist. Unverkennbar dabei sein Hang zu Jazz und Blues. Er wollte "eigene Stücke und einiger seiner Lieblingsstücke" spielen, sagte er einleitend, setzte sich breitbeinig mit der Akustikgitarre vors Mikrofon und legte los. Er benutzt alle zehn Finger, die rechte Hand ist genau so flink wie die linke. Heraus kam als erstes Stück die Eigenkomposition "Rescue Rag", ein Instrumentalsong, im weitesten Sinne als "Americana aus Duisburg" zu bezeichnen. Mit seinem zweiten Song "Black Jack" schien klar, in welche Richtung es rein akustisch geht: entspannt, cool und "laid back".  Die Leute machten es sich so gut es ging auf den Stühlen bequem und genossen eingängige Melodien zu filigranem, virtuosen Gezupfe. Kein Wunder, dass beinahe gespenstische Stille nach dem Applaus zwischen den Stücken herrschte, wenn Ozzy etwa sich die "Flachgitarre" (Lap Steel) zurechtlegte und ihr den wunderschönen Blues "CBT-Blues" mit Hawaii-Einschlag entlockte. Zu Ozzys Lieblingssongs gehörte auch die Bruce-Springsteen-Komposition "Brothers Under The Bridge" in der Version des Slide-Gitarristen David Lindley. Wunderbar, aber fast zu viel des Guten. Diese Musik liefert das perfekte Ambiente an einem lauen Sonntag auf der heimischen Terrasse beim Dösen in der Hängematte mit einem Bourbon auf Eis im Glas. Aber wir waren ja in der Katt, nicht in der Hängematte.  So wurde es im zweiten Teil des Abends mit Band - Lothar van Staa (Saxofon, Melodika), Peter Deinum (Bass) und Jan Rohlfing (Drums) - rock-jazzig und funky. Ozzy wechselte zur Fender Stratocaster Gitarre und machte launige Ansagen. Das Quartett legte unter anderem eine fetzige Version von Cannonball Adderleys "Work Song" auf die Bühne. Der Musikstil-Mix ging fortan querbeet, aber stets authentisch. Zum Schluss gab's knallharten Funk - und niemand ließ sich wegen Ozzys fehlender Perücke graue Haare wachsen. Die Leute gingen beschwingt und hellwach nach Hause.  
  














RP Online vom 11.10.2016

Ozzy Ostermanns wahres Ich beherrscht die Gitarrenkunst

Rheinberg. Georg Göbel-Jakobi gab ein Solokonzert im "Adler". Von Uwe Plien  

Ozzy Ostermann mal ohne Perücke, ohne Watschelgang, Grimassen und blöde Sprüche - gibt es das? Ja, das gibt es: Hinter der Kunstfigur Ozzy Ostermann - seit mehr als 25 Jahren Gitarrist der bundesweit erfolgreichen Comedy-Truppe Herbert Knebels Affentheater steckt ein ganz normaler Mensch und hervorragender Musiker: Georg Göbel-Jakobi, in Ostfriesland aufgewachsen und seit vielen Jahren in Duisburg zu Hause, ist ein Vollprofi an der Gitarre. Im ausverkauften Adler-Saal in Vierbaum gab der 54-Jährige erstmals ein Solokonzert. Es trug sicherheitshalber den Titel "Privat und ohne Perücke". Nach mehr als zwei Stunden verließ das Publikum bestens unterhalten und schwer beeindruckt den Saal. Göbel-Jakobi hatte auch den letzten Zweifler überzeugt und gezeigt: Ozzy kann mehr als albern sein.  Zwei normale und zwei Lap-Steel-Akustik-Gitarren (sie werden auf dem Schoß liegend mit einem Metallröhrchen bespielt) standen auf der Bühne, dazwischen saß ein Mann, der kaum Ähnlichkeiten zum hässlichen Knebel-Kerl aufwies.  Göbel-Jakobi erwies sich als erstklassiger Picking- und Blues-Gitarrist, der mit schlafwandlerischer Sicherheit über die Griffbretter seiner Instrumente fegte. Viele eigene Stücke spielte er. Instrumentals wie den "Rescue-Rag" oder "Oh Baby" auf der Lap-Steel-Gitarre. "Das Stück ist besser als der Titel", scherzte der gut aufgelegte Musiker.  Als passabler Sänger brachte er auch zahlreiche seiner Lieblingslieder in Minimal-Instrumentierung. "Peronal Jesus" von Depeche Mode etwa oder - ganz wunderbar - Bruce Springsteens "Brothers under the Bridge" in der Bearbeitung von Lap-Steel-Gitarren-Genie David Lindley. Auch "Blackbird" von den Beatles oder Skip James' "Hard Times Killing Floor" aus dem Film "O Brother where art thou?". Was auch immer er zupfte, es war ganz wunderbar. Nach mehr als zwei Stunden waren zwei Zugaben Ehrensache für den Mann hinter Ozzy Ostermann.  Quelle: RP


WAZ vom 28.02.2015
Ozzy Ostermann macht in Huckingen
Urlaub vom Affentheater


Huckingen. Knebel-Gitarrist Ozzy Ostermann spielt als Georg Göbel-Jakobi mit seiner Band Jazz und Blues im Huckinger Steinhof.
Eigentlich kennt man ihn nur als Comedy-Clown mit Perücke und breitem
Scheitel. Mit bürgerlichem Namen heißt der aus Herbert Knebels „Affentheater“
berühmte „Ozzy Ostermann“ aber ganz schlicht Georg Göbel-Jakobi, der sich als
erstklassiger Rock- und Jazz-Gitarrist hinter dem hintergründigen Spaßmacher
Ozzy immer ein wenig versteckt. Gemeinsam mit seinen Freunden präsentierte
der vielseitige Künstler jetzt Kompositionen seiner neuen CD und viele
Lieblingssongs im sehr gut besuchten Konzert des Steinhofes.
Peter Deinum am Bass, Lothar van Staa am Saxofon und der aus der Allstar-
Band von Peter Bursch bekannte famose Schlagzeuger Jan Rolfing garantierten
ein vergnügliches Konzert-Erlebnis auf hohem musikalischen Niveau, das hier
mal wieder Veranstalter Eckart Pressler möglich machte.
Der 1964 in Ostfriesland geborene Ozzy, der seit 1984 im Ruhrgebiet und
derzeit in Duisburg-Neudorf lebt, wo er trotz seiner großen Präsenz auf
deutschen Bühnen weitgehend unerkannt in Ruhe gelassen wird, kann den
humorbegabten Schelm nicht ganz verbergen. Aber hier im Steinhof gab Göbel-
Jakobi keineswegs die selbstdarstellerische Rampensau, sondern ließ die
musikalischen Argumente sprechen. Er eröffnete den Abend mit eigenen Songs
wie „Stairs up“ („Da hatte ich noch mein Arbeitszimmer unter dem Dach“) und

Black Jack“, mit denen er sich spontan als beachtlicher Gitarren-Virtuose
vorstellte. Mit feinem Finger-Picking und bestechender Akkord-Technik erinnerte
der gut gelaunte Moderator an Stars wie Pat Metheny oder Bill Frisell und
spielte souveräne Blue-Notes mit Ragtime-Feeling. Zu seinen stärksten Szenen
gehörten hier die Südstaaten-Blues-Stücke auf der selten zu hörenden LapSteel-
Gitarre, einer „Flachgitarre“ auf dem Schoß.
Packende Grooves
Vor der Pause sang noch das A-Cappella-Quintett „Die vierte Frau“, und nach
der Pause dominierte hier dann knackiger Funk-Jazz der 70er Jahre mit dem

Red Baron“ von Billy Cobham und dem „Freedom Jazzdance“ von Eddie Harris,
in denen Bassist und Schlagzeuger für packende Grooves sorgten.
Zuletzt durften noch die Stargäste Kim Merz und der Affentheater-Kollege Uwe
Lyko alias Herbert Knebel auf die Bühne, der ganz in Zivil und ohne Mütze zwei
schöne Songs von Tom Waits sang. Und damit eine Sache klar war: „Ich mache
hier jetzt nicht den Knebel.“ Das begeisterte Publikum dankte mit viel Beifall für
eine wunderbare Show.

Thomas Becker 


WAZ vom 11.03.2015


Ozzi Ostermann zeigte sich in Moers von einer anderen Seite

Moers. Gitarrist bei Herbert Knebels Affentheater spielte vor 40 Besuchern im Moerser Peschkenhaus.Eine Flachgitarre auf den Knien.

Er kam in „Zivil“ – in einem völlig anderen „Outfit“, als er es auf der Bühne
ansonsten trägt. Ganz in grau war er gekleidet und ganz ohne schräge blonde
Perücke, die er normalerweise als Gitarrist bei Herbert Knebels Affentheater auf
dem Kopf hat. Georg Göbel – alias Ozzy Ostermann – führt ein „Doppel-Leben“
im positiven Sinne.
In seinem „anderen“ Leben ist er ein ernsthafter Musiker. Und das stellte Göbel
am Sonntagnachmittag in einem gut einstündigen Konzert im Moerser
Peschkenhaus unter Beweis... ..... 
Gleich vier Instrumente hatte Ozzy Ostermann ins Peschkenhaus mitgebracht,
darunter auch eine „Flachgitarre“, die auf den Knien liegend mit einem „Eisen“
gespielt wird.
Das Publikum zeigte sich begeistert von diesem Konzert-Special, das fast
ausschließlich (bis auf drei Ausnahmen) instrumental gespielt wurde und
verlangte nach Zugaben. Die Idee zu diesem kleinen Konzert stammte übrigens
von André Schweers, dem Künstler, dessen Ausstellung aktuell im Peschkenhaus
gezeigt wird und gerade bis zum 8. April verlängert worden ist.

 

Angelika Küpperbusch